Die Bogenjagd 

Die Bogenjagd ist die ältesten vom Menschen ausgeübten Jagdart. In dieser Art wird sie auch von vielen Urvölkern heute noch betrieben. Die Jagd, wie sie heute in den meisten Ländern der Welt betrieben wird, folgt einem Abschussplan, der durch Wildbiologen klar vorgegeben wird, und sich dabei neben anderen staatlichen Vorgaben an den Regeln einer nachhaltigen Nutzung von Wild orientiert.

Die Jagd mit dem Bogen ist eine ergänzende Jagdart zu den heute vorherrschenden Jagdarten mit Büchse, Flinte, Hunden und der Falle. Der Bogen ist dabei eine Vorrichtung, mit welcher der Jäger, ähnlich einem Katapult, ein Projektil, nämlich den Pfeil, „werfen“ kann. Der Pfeil zur Jagd ist mit einer extrem scharfen Klinge an der Spitze versehen. Diese dringt in den Wildkörper ein, durchschlägt ihn im Regelfall und verursacht eine letale Verletzung bei korrektem Treffer. In wenigen Sekunden führt diese tödliche Verletzung zum Verenden des Wildtieres, welches sogleich der Verwertung zugeführt werden kann.

Die ältesten Belege für die Bogenjagd reichen etwa 15–20.000 Jahre zurück. Zur Geschichte des Bogens finden sich in Südfrankreich (Lascaux), Spanien (Altamira) und Nordafrika (Uwaynat) viele Höhlenmalereien, die Jagdszenen darstellen, in denen nicht nur einzeln, sondern auch in der Gruppe gejagt wird. Archäologen vermuten die Wurzeln der Jagd mit Pfeil und Bogen aber deutlich älter, nämlich vor ca. 50.000 Jahren.